Technische Mediation

Der wichtige unparteiische Dritte


Das Verfahren der technischen Mediation ist eine moderne und zugleich sehr traditionelle Art der Konfliktvermittlung, welches insbesondere in einem frühen Stadium eines Konflikts seine Anwendung findet und der außergerichtlichen Konfliktlösung dient. Das Ziel der Mediation ist eine verbindliche, ergebnisbezogene Lösung, welche von und zusammen mit den Konfliktparteien unter der Leitung eines unabhängigen Dritten erarbeitet wird. Ziel der Verhandlungen ist nicht die Fragestellung der Schuld zu beantworten sondern vielmehr der Versuch eine gemeinsame Lösung und damit eine zukünftige Zusammenarbeit der Konfliktparteien zu erreichen. Die Mediation durch einen technischen Sachverständigen ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Konfliktparteien ihre juristischen Fragen bereits geklärt haben und der Klärungsbedarf bei technischen Probleme und deren Auswirkungen zu suchen ist. Hierdurch ergeben sich folgende Vorteile im direkten Vergleich zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung für unsere Kunden:

  • Schnelligkeit
  • Geringe Kosten
  • Wahrung von Firmengeheimnissen
  • Konstruktive Lösungsansätze
  • Klarheit bei technischen Streitpunkten

Die Durchführung einer Mediation läuft in folgenden klar strukturierten Phasen ab:

  • Feststellung der formaljuristischen Situation. Erfassen von Vertragsinhalten, Lieferterminen, Abnahmebedingungen, Vertragsstrafen, etc.
  • Erhebung des technischen Zustandes. Prüfung der Dokumentation (Lastenheft, Pflichtenheft, Projektdokumentation, Protokolle, Fehlermeldungen, Abnahmeunterlagen, Schulungsunterlagen)
  • Klärung des Streitgegenstandes. Was genau ist der Streitgegenstand.
  • Erarbeitung der Problemlösung. Hier findet der Mediator eine für alle Parteien tragfähige Lösung.
  • Abschlussvereinbarung. In diesem letzten Schritt wird die Dokumentation der Ergebnisse erstellt. Falls es nach der Mediation weiteren Streit gibt, kann diese Dokumentation die Grundlage für ein weiteres Gutachten (Schiedsgutachten) dienen.